Tuanis! Neben Pura Vida das costa-ricanische Wort schlechthin. Es bedeutet soviel wie cool und das trifft voll und ganz auf Monteverde zu. Von Hikes, über Canopy Touren und Bungee Jumping, kann man hier so ziemlich alles unternehmen. Der großflächige Nebelwald ist ein genialer Abenteuerspielplatz für Erwachsene.

Nach 4 langen Tagen in San José, in denen wir auf Freunde aus Deutschland warteten, war Monteverde genau das Richtige. Um ganz ehrlich zu sein: die Hauptstadt Costa Rica’s kann man getrost überspringen. Es ist eine langweilige, nicht sehr ansprechende Stadt, die bis auf wenige kulturelle Aktivitäten nicht sehr viel zu bieten hat. Immerhin war unser Hostel Urbano San Pedro ganz schön, und wir konnten einfach mal ohne schlechtes Gewissen chillen ;). Wir waren das erste Mal seit langem im Kino, um uns den neuen Star Wars (Rogue One) anzuschauen. Und unser Silvester haben wir mit Leuten aus dem Hostel verbracht – gemeinsam gekocht, getrunken und in einem eher schäbigen Schickimicki Club tanzen gewesen. Das Feuerwerk haben wir uns spontan auf der Mauer einer Villa, die am Berg lag, angeschaut.

Wer sich dafür interessiert, wie wir von Nicaragua nach Costa Rica gekommen sind, kann sich ganz unten Infos abgreifen!

Wo man in Costa Rica Backpacker-freundlich unterkommen kann…

MONTEVERDE // SANTA ELENA

Ungefähr 3 Stunden Busfahrt vom Knotenpunkt San José entfernt befindet sich das schöne Monteverde. In Costa Rica ist man als Early Bird gut aufgehoben, denn wir hatten bisher noch keine Busfahrt, die nach 7:30 Uhr losging. Von San José nach Monteverde gibt es leider nur zwei Busse am Tag. Einer um 6:30, der Zweite um 14:30 Uhr. Wenn man nicht erst im Dunkeln ankommen will, lohnt sich also die frühe Variante. Die Busse nach Monteverde fahren an der 7-10 Busstation ab. In San José gibt es keinen zentralen Bus Terminal, sondern mehrere kleine Terminals, die in der Stadt verteilt liegen.

Taco Taco Taqueria – direkt neben unser Unterkunft Pension Santa Elena. Hier gibt es leckere Burritos und Tacos. Als Gast in der Pension bekommt man hier auch das inkludierte Frühstück.

Die meisten Unterkünfte befinden sich in Santa Elena, wovon man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung schnell erreichen kann. In der Pension Santa Elena haben wir uns 2 Doppelzimmer mit privatem Bad gegönnt (Sidenote: wir sind seit San José zu 4. unterwegs). Von Dorms bis zu Deluxe Doppelzimmern ist für jede Preisklasse etwas dabei. Es gibt eine Küche und in der Common Area ist es immer recht lebhaft.

Die Mitarbeiter der Pension, meistens eine Mischung aus Expats und Einheimischen, waren super nett und immer sehr hilfsbereit – Daumen dafür! Über diese kann man auch alle möglichen Touren und Aktivitäten buchen.

Nightwalk

Jeden Tag werden um 17:30, 18:45 oder 20:20 Nightwalks angeboten. Man zahlt für die zweistündige Tour mit Guide 20 Dollar und sieht wirklich viele Tiere. Ich habe an der Nachtwanderung um 20:20 teilgenommen und Taranteln, Schlangen, Faultiere, Frösche und diverse schlafende Vögel gesehen. War ziemlich spannend und mit Abstand die Tour, bei der ich die meisten Tiere gesehen habe. Hier geht es zu einem Video, das eine grüne Viper zeigt.

Santuario Ecológico

Mirador im Santuario Ecológico.

In Costa Rica sollte man im Fall der Fälle immer seinen Studentenausweis in petto haben. Es gibt guten Studentenrabatt, vor allem in Monteverde kann man davon Gebrauch machen. Für den Santuario haben wir also 12, statt 15 Dollar pro Person gezahlt. Hier mussten wir nicht mal unseren Ausweis zeigen, aber an anderen Orten war das durchaus der Fall.

Ein großer Vorteil im Santuario Ecológico ist, dass man die Trails größtenteils für sich alleine hat. Es gibt deutlich populärere Trails, die voller Besucher sind, und meistens auch mit Guide bestritten werden. Im Santuario kann man ruhig vor sich her schlendern, und das unbekannte Akustische wie Optische in aller Gelassenheit auf sich wirken lassen. Es gibt zwischendurch zwei schöne Aussichtspunkte und einen kleinen Wasserfall.

Monteverde Cloudforest

Hier erlebt man einen richtigen Regenwald, wie man ihn von Fotos oder aus dem Fernsehen kennt! Der Eintritt für Studenten kostet 10 Dollar und ein Guide pro Person saftige 20 Dollar, weshalb wir uns dafür entschieden haben die Trails ohne Guide abzulaufen. Mit Guide hat man, was Tierbeobachtung angeht, einen deutlichen Vorteil. Die Guides haben ein geschultes Auge, sehen die kleinsten Tiere und können viel dazu erzählen. Meistens sind es sogar studierte Biologen oder Wissenschaftler.

Aber auch ohne Guide macht es Spaß durch den Wald zu stapfen und die mächtigen Bäume, von denen Lianen herunterhängen sowie die saftigen grünen Töne wirken zu lassen. Die bekannte rote Hängebrücke kommt circa nach der ersten Hälfte des Weges.

Rote Hängbrücke im Monteverde Cloudforest Park.

Für mich war das an diesem Tag noch mega das Highlight. Einen Tag später waren wir aber im Selvatura Park, wo es !12! Hängebrücken gibt und die im Monteverde Park wurde dadurch dann ziemlich relativiert, haha.

Selvatura Park

Eine der sagenhaften 12 Hängebrücken im Selvatura Park.

Das beste kommt zum Schluss! Auf diesen Tag haben wir 4 uns am allermeisten gefreut, denn es ging ans Ziplining, inklusive Tarzan Swing und anschließendem Besuch des Parks, den wir zuvor, während des Ziplinings, immer wieder aus der Höhe beobachten konnten.

Ich an einer der 13 Ziplines, die im Selvatura Park zur Verfügung stehen.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich dachte immer Ziplining wäre eine einzige, lange Line, bei der man für eine einminütige Fahrt richtig viel Geld bezahlen muss.

Ready… – mit einem extra fancy Helm

Steady…

Go Go Go!

Die Ziplines sind meistens von Baum zu Baum gespannt, weshalb man zwischendurch kleinere Päuschen auf einer Plattform macht.

Pustekuchen! Als Studenten haben wir das Kombipaket Canopy/Ziplining (insgesant 13), Tarzan Swing und Hanging Bridges für 65 Dollar pro Person bekommen. Für den Spaß lohnt es sich auf jeden Fall :). An den zwei längsten Lines darf man zu zweit düsen und an der letzten Line hat man die Möglichkeit den „Superman“ zu machen, für den man am Anfang eine extra Ausrüstung bekommt. Quasi der extra Adrenalinschub, da man die Zipline nicht in der gewohnten Sitzposition herunterdüst, sondern im Liegen! Für diese Variante zahlt man 10 Dollar extra.

Ab geht’s!

Die Tarzan Swing kommt vor der letzten Zipline und ist freiwillig. Nur diejenigen, die wirklich wollen, können von einer Plattform springen und an einem Seil hin- und herschaukeln. Auf Instagram habe ich ein Video davon hochgeladen :). Ich hatte echt MEGASCHISS, als ich oben stand. Habe die Augen beim Absprung sogar zugelassen und heftig geschrien, so macht es ja auch am meisten Spaß ;).

Nach der Ziplining-Tour waren wir noch relativ fit und haben den Selvatura Park mit seinen 12 Hängebrücken erkundet. Ziemlich cool und sehr beeindruckend! Wenn man ganz ehrlich ist lohnt sich dieser Park fast mehr, als der Monteverde Cloudforest, zumindest, wenn man beides ohne Guide macht. Wie oben schon erwähnt, kann ich nicht sagen, wie das Erlebnis mit einem Guide ist, aber der Selvatura Park ist auf jeden Fall sehr fett und lohnt sicher sehr. Man kann ihn auch ohne das Ziplining-Paket besuchen.

Wir haben beim Ziplining die Medium-Variante  gewählt. Es gibt anscheinend auch andere Anbieter, die „krassere“ Touren anbieten. Das Beste ist, sich vor Ort in Santa Elena zu informieren. Dort gibt es mehr als genung Anlaufpunkte.

Von Nicaragua nach Costa Rica: Bus – Bus – Grenzübergang – Bus  

für umgerechnet circa 12 Euro pro Person. Zum Vergleich: ein Shuttle zwischen den beiden Städten kostet circa 50 Dollar.

Wir haben uns von San Juan del Sur auf den Weg gemacht. Man nimmt den Chicken Bus Richtung Rivas und fährt entweder durch, oder spart sich nochmal ein paar Groschen, und steigt an der Kreuzung La Virgen aus. Von La Virgen oder Rivas nimmt man einen Chicken Bus nach Penas Blancas, der einen bis an die Grenze fährt. Dort checkt man quasi aus Nicaragua aus, läuft 10 Minuten, und checkt dann in Costa Rica ein. Obacht: hier wird ein sogenannter Proof of Onward Travel benötigt. Das heißt, um in Costa Rica einreisen zu können, muss man beweisen, dass man das Land wieder verlässt, bevor die 90 Tage Aufenthalt ablaufen. Bus oder Flugticket sind gleichermaßen gültig. Bei FlyOnward kann man sich solche Tickets ab 10 Dollar erstellen lassen. Wir haben das mit einem alten, modifizierten Flugticket gelöst und hatten an der Grenze keine Probleme. Gegenüber des Einreisegebäudes, wo man sich seinen Stempel abholt, befinden sich die Geschäfte, in denen man sich Bustickets nach San José kaufen kann. Die Busse fahren unweit des Gebäudes ab und brauchen circa 6 Stunden.